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Nachwachsende Rohstoffe – Sanfte Umkehr oder Triumph der Profitgier? |
Archiv - Nachhaltigkeit und Ökoland | |
![]() Schließlich wird beim Verbrauch von Biomasse kein zusätzliches Kohlendioxid an die Atmosphäre abgegeben. Der Hunger nach neuen Rohstoffquellen zeitigt jedoch auch zahllose Schattenseiten: Hemmungsloser Raubbau an der Natur sowie der rücksichtslose Einsatz agroindustrieller Methoden ![]() Wie beurteilen Sie die Entwicklung der jüngsten Zeit im Hinblick auf die Biogene Wende? Die Biogene Wende ist zu einer realen Perspektive geworden. Was vor zwei Jahren noch ferne Zukunftsmusik zu sein schien, hat durch die steigenden Ölpreise sowie die immer dringlicheren Warnungen vor einer Klimakatastrophe einen Platz im öffentlichen Bewusstsein gefunden. Andererseits sieht sich auch die Industrie mit den neuen Herausforderungen konfrontiert und sucht fieberhaft nach alternativen Rohstoffen. Einige große Ölkonzerne haben sich bereits große Anbauflächen in Südamerika oder Osteuropa gesichert und beginnen dort Produktionsstandorte für biogene Treibstoffe aufzubauen. Ein gutes Beispiel dafür ist die verpflichtende Beimischung von Biotreibstoffen durch die EU-Vorgaben. Der Druck zur biogenen Wende hin hat damit zweifellos zugenommen und wird Konsequenzen für den Umgang mit biogenen Ressourcen haben. Ein oberflächlicher Umstieg beim Treibstoff, der nichts an den Strukturen und am Verhalten der Menschen ändert, wird sicher nicht funktionieren Aber diese Phase kann nicht sehr lange anhalten. Längerfristig werden sich auch die Versorgungsstrukturen ändern müssen, daher ist die Beimischung von Biotreibstoffen ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Worin sehen Sie Gefahren auf dem Weg zu einer nicht mehr von fossilen Energieträgern dominierten Wirtschaftsform? Der gesamte Bereich der Land- und Forstwirtschaft steht durch diese Entwicklung auch in unseren Breiten vor einem Scheideweg. ....
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