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„Die Erinnerung wach halten“ |
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Sonntag, 9. Juli 2006 | |
![]() In Anwesenheit von LAbg. Edith Zitz (Grüne) und VertreterInnen der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) sowie des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) gedachte man der Opfer in diesem Jahr auf unkonventionelle Weise. Nach den Begrüßungsworten und der Enthüllung einer Glasplatte, die einen Plan des Außenkommandos zeigt, machten sich die rund 50 Anwesenden auf einen gut 45-minütigen Marsch zu jenem Steinbruch, auf dem die Häftlinge dereinst Zwangsarbeit leisten mussten. Die begleitende Lesung aus den Erinnerungen des ehemaligen Häftlings José de Diós Amill sollte eine Annäherung an die Qualen des Lageralltags ermöglichen. Ein Bretsteiner Blasmusikquartett sekundierte mit einer charmanten Interpretation von Liedern aus dem Spanischen Bürgerkrieg. Seit 2003 organisiert der Verein KZ-Nebenlager Bretstein das alljährliche Gedenken. Dessen Obfrau, Sara Alkan, betonte in ihrer Rede, dass „es wohl unmöglich ist, das Leben irgendeines anderen Menschen darzustellen, ohne die Wirklichkeit, die er erlebt hat, zu verändern, ja zu verfälschen". Auch wenn man heute keineswegs in der Lage sei, „die Grausamkeit und den Schrecken der damaligen Zeit wirklich zu erfassen", so, müsse die Erinnerung an das Leid, das hier erlitten worden sei, dennoch wach gehalten werden. Hierfür stellt nicht zuletzt die historische Aufarbeitung des Außenlagers Bretstein durch den Wiener Zeithistorikers Bertrad Perz eine wichtige Vorraussetzung dar. Sie soll im Herbst bei CLIO erscheinen. sts
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