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Europäische Satelliten im Dienst des „Global Monitoring“ |
Archiv - Wissenschaft und Forschung | |
Samstag, 6. Mai 2006 | |
![]() PLANET ERDE Erkundung aus dem Weltall lautet der Titel einer Ausstellung, die u.a. spannende und beeindruckende Blicke auf den Blauen Planeten aus der Perspektive der europäischen Wettersatelliten zeigt und die bis zum 11. Juni 2006 im Landesmuseum Joanneum in Graz zu sehen ist. Die von der ESA unterstützte Ausstellung ist Teil einer in Graz abgehaltenen Weltraumkonferenz zum Thema „Global Monitoring for Environment and Security" (GMES), die sich mit Themen der Überwachung von Umweltveränderungen und Sicherheitsrisiken befasste. ![]() Das Ziel der Veranstaltung war, das Potenzial von weltraumbasierten Dienstleistungen zu analysieren sowie Szenarien und konkrete Empfehlungen dazu zu entwerfen. Darüber hinaus sollten die Möglichkeiten bezüglich einer stärkeren Einbindung der Regionen in die Initiative, sowie der zeitliche Ablauf, die Finanzierung und „Governance"-Frage geklärt werden. Für die Jahre 2006 bis 2013 ist für das gemeinsame GMES Satelliten Programm von ESA und EU ein Budget von ca. 2,3 Milliarden Euro veranschlagt worden. ![]() Foto: Univ.-Prof. Dr. Mathias Schardt, Leiter des Instituts für digitale Bildbearbeitung am Joanneum Research, führte anlässlich der Eröffnung gemeinsam mit JR-Geschäftsführer Dr. Bernhard Pelzl durch die faszinierende Welt der Erdbeobachtung. Früherkennung von Umweltkrisen und Katastrophen. Das geplante globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachungssystem – kurz GMES – wurde im Zuge des europäischen Weltraumkongresses in Graz präsentiert. Die bisher vorwiegend wissenschaftlich geprägte Analyse von Satellitendaten soll im Rahmen von GMES zu vielfältigen direkten Anwendungen führen, die über reine Grundlagenforschung hinausgehen. Daher wurde von der ESA das Programm GSE (GMES Services Elements) initiiert, dessen Teilnehmer als Pilotprojekte neue Anwendungen für Satellitendaten entwickeln. Durch GMES wird es zukünftig möglich sein, Unwetter, Hochwasser, Stürme oder Lawinen vorauszusagen, erklärte Forschungsstaatssekretär Eduard Mainoni: „Aus dem Weltraum lassen sich Naturereignisse ebenso wie vom Menschen verursachte Ereignisse, wie Waldbrände oder Ölteppiche, besonders gut dokumentieren. Die Erdbeobachtungssatelliten im Orbit liefern die dafür notwendigen Daten und geben damit die Möglichkeit auf die Veränderungen rechtzeitig zu reagieren". Ausstellung „Erkundung aus dem Weltall". Auf zwei Etagen wurde eine Erlebniswelt rund um das Thema Geofernerkundung mittels Satelliten geschaffen. Der Bogen der Ausstellung spannt sich dabei von der historischen Entwicklung der Datenerfassung bis hin zu modernsten Wettersatelliten. Neben der Darstellung modernster Beobachtungsmethoden, wie dem Monitoring, ist daher auch eine einzigartige Sammlung an Globen und Atlanten zu sehen. Noch futuristischer geht es im virtuellen Teil der Ausstellung zur Sache. Hier „fliegt" der Besucher animierte 3-D-Landschaften und gewinnt so einen lebendigen Eindruck von hochauflösender Satellitenaufnahmen. Technische und wissenschaftliche Unterstützung erhielten die Organisatoren u.a. von ESA, Eumetsat, der TU Graz, dem Joanneum Research sowie von AustroSpace, der Vereinigung der österreichischen Weltraumindustrie. js Planet Erde – Erkundung aus dem Weltall Ort: Landesmuseum Joanneum, Neutorgasse 45, A-8010 Graz Öffnungszeiten: Di – So 10.00 – 18.00 Uhr, Do 10:00 – 20:00 Uhr Infos: www.planet-erde.at und Tel.: 0316/69 55 80 13
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