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Ab 10. Mai: Riesen-Theater um den Grazer Grünraum
Archiv - Kultur
Dienstag, 11. April 2006
Image„Grünräume und Grauzonen" – unter diesem Titel will InterAct, Werkstatt für Theater und Soziokultur, die Debatte über die Erhaltung der grünen Lungen von Graz im öffentlichen Raum vorantreiben.

Das Konzept „FORUM-Theater" funktioniert, das hat das InterAct-Team um Dr. Michael Wrentschur im vorigen Jahr bewiesen: Da beteiligten sich etwa 300 BürgerInnen aktiv am Zustandekommen konstruktiver Lösungen im Rahmen der FORUM-Theater-Intervention zum Thema „Feinstaub". Mitgemacht haben damals auch einige Stadt- und LandespolitikerInnen. „Wir hatten den Eindruck, dass sie froh waren über die Möglichkeit, neue Argumente zu erfahren, die ihnen im Rahmen ihrer Tätigkeit nützlich sein könnten", sagt InterAct-Leiter Wrentschur.
Mit dem neuen Themenschwerpunkt „Grünräume und Grauzonen" greifen die Theatermacher ein weiteres heißes Thema der Stadtpolitik auf: Nach wie vor erregen das Fällen von Bäumen im Stadtgebiet und die Verbauung von städtischem Grünland die Gemüter, der historische Konflikt zwischen „Natur" und Stadt ist nochlange nicht ausgefochten und erhält durch Aktivitäten von Investoren, Immobilien- und Wohnbaugesellschaften ständig neuen Zündstoff. Bei einer Befragung von 550 GrazerInnen haben mehr als 40% die Erhaltung städtischer Grünräume als dringendes Anliegen angegeben.
Angegangen wird das Thema von zwei Seiten, erläutert Wrentschur: „Mit Straßentheateraktionen werden wir Aufmerksamkeit erregen und auf das Thema aufmerksam machen; bei den Forumtheater-Aufführungen werden möglichst realitätsbezogene Geschichten und Konflikte rund um den Grazer Grünraum zum Ausgangspunkt genommen, die sich zum Eingreifen und Mitspiele eignen. Wer will, kann dann in diese Szenen einsteigen und versuchen, den Verlauf zu ändern. Die dabei zum Ausdruck gebrachten Ideen für Lösungen und Veränderungen werden gesammelt, dokumentiert und im Sinne des „Legislativen Theaters" mit politischen EntscheidungsträgerInnen diskutiert, die zu den Foren eingeladen werden."
Im Zentrum werden dabei zwei Fragen stehen: Was soll anders werden in Bezug auf die Grünraumpolitik der Stadt? Und: Was braucht es, damit die Erhaltung, Pflege und Ausweitung städtischer Grünräume in der Stadtentwicklung wirklich berücksichtigt wird?
Am 10. Mai geht’s los: An diesem Tag – und am 12. Juni – werden am Grazer Hauptplatz konfliktreiche Themen zur Grazer Grünraumpolitik präsentiert, die zum Eingreifen und Mitspielen einladen. Zwischen diesen beiden Terminen finden mehr als 15 Straßentheateraktionen in Parks, auf Plätzen und Parkplätzen statt, die darauf abzielen, die Bedeutung von Grünraumpolitik ins Bewusstsein zu rücken.

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