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EU-Kommissarin Danuta Hübner: „Regionen können voneinander lernen“
Archiv - Wissenschaft und Forschung
Imagev.r.: Mag. Hans Perter Trumler, EU-Kommissarin Danuta Hübner und LR Dr. Christian Buchmann in der Firma ACC Austria GmbH. KAPPA-Kompressors-Entwickler, Ing. Rudolf Lang erklärt „sein" Produkt. Li. im Bild ACC Geschäftsführer Mag. Claus Repnik.

In konstruktiver Zusammenarbeit zwischen den Förderungsstellen des Landes und des Bundes wurden im Zuge des laufenden EU Ziel 2 Programms bis Ende September 2006 fast 10.000 Projekte mit EU Mitteln gefördert, wobei die Impulse im Forschungs- und Entwicklungsbereich besonders wichtig waren.Die Steiermark findet sich mit einer Forschungsquote von 3,55% (Zahlen 2004) im Spitzenfeld. Auch den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Regionalentwicklung, Kultur und Umwelt haben die EU-Programme großen Nutzen gebracht.
Die für die EU-Regionalpolitik zuständige EU-Kommissarin Danuta Hübner lobte bei der Eröffnung der EU-Best Practice IV Konferenz – New Horizons in Graz, die von 15. bis 17. November im Grazer Kongress stattfand, „die Steiermark als gutes Beispiel für die Umsetzung der EU-Regionalpolitik". Etwa 250 TeilnehmerInnen aus allen 25 EU-Mitgliedsstaaten sowie der Beitrittskandidaten Rumänien und Bulgarien tauschten Erfahrungen aus und besuchten Best Practice Projekte in der gesamten Steiermark und wurden über die Tätigkeit der EU-Regionalmanagements Oststeiermark, Obersteiermark Ost und Südweststeiermark informiert.

Stärkung der wissensbasierten Wirtschaft. Das neue Programm „Regionale Wettbewerbsfähigkeit Steiermark" für die EU-Förderperiode 2007 – 2013 wurde im Oktober 2006 in der Landesregierung und der Bundesregierung beschlossen und am 30.10.2006 in Brüssel offiziell eingereicht. Das Programm, für das der Steiermark 155 Mio. Euro an Mitteln zur Verfügung stehen, orientiere sich an drei Schwerpunkten: Stärkung der innovations- und wissensbasierten Wirtschaft, Stärkung der Attraktivität der Regionen und Standorte sowie Governance und technische Hilfe für die Umsetzung der Programme, so Wirtschafts- und Innovationslandesrat Dr. Christian Buchmann, der betont, dass alle neuen Maßnahmen einen Fokus auf Innovation haben, um die gute Position der Steiermark weiter auszubauen, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und die Lebens- und Arbeitsqualität in den steirischen Regionen positiv zu beeinflussen.

Zu Besuch. Einige Beispiele gelungener regionaler Projekte wurden der EU-Kommissarin Hübner bei Besuchen in Fürstenfeld präsentiert. Im Gründer- und Servicezentrum Fürstenfeld wurde sie vom Obmann des EU-Regionalmanagements Oststeiermark, LAbg. Dir. Franz Majcen begrüßt, DI Leander Feiertag referierte über laufende Programme und Projekte wie etwa LOB – Living in Old Eastern Styrian farmer-houses. Dr. Ludwig Ems stellte die Aktivitäten des Gründer- und Servicezentrums vor. Beim Besuch in der Firma ACC-Austria GmbH (früher Firma Verdichter) berichtete Geschäftsführer Mag. Claus Repnik über die Internationalität der Firma, Produktentwicklungsstrategien, das Projekt KAPPA und die Gründung des „itz" (Innovations- und Technologiezentrum Fürstenfeld) gemeinsam mit regionalen Partnern. Der Gang durch die Werkshallen führte Hübner zum Entwicker des KAPPA-Kompressors, Ing. Rudolf Lang, der sein Produkt genauestens erklärte (siehe Foto).
EU-Kommissarin Hübner betonte die Wichtigkeit der Kooperation der Regionen. „Die Regionen können voneinander lernen, vor allem in Grenzregionen", so Hübner. Sie selbst erlebe diese Bereicherung ständig in ihrem Arbeitsalltag.

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