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Bizarr, übertrieben, verrückt
Archiv - Kultur
Donnerstag, 11. Mai 2006
ImageDie Grazer Oper zeigt ab 7. Mai ein Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts. „Le Grand Macabre" von Györgi Ligeti. Schon die ersten Ideen des Komponisten György Ligeti zu der Oper Le Grand Macabre kreisten um ein »überfarbiges, comicartiges musikalisches und dramatisches Geschehen«, das »gefährlich-bizarr, ganz übertrieben, ganz verrückt« sein sollte.

In Michel de Ghelderodes 1934 entstandener Ballade du Grand Macabre fand Ligeti eine ideale Textvorlage: »Dieses Stück war für meine musikalisch-dramatischen Vorstellungen wie geschaffen: ein Weltuntergang, der dann gar nicht wirklich stattfindet, der Tod als Held, der aber vielleicht nur ein Imagekleiner Gaukler ist, die kaputte und doch glücklich gedeihende, versoffene, verhurte Welt des imaginären >Breughellandes<.«

Worum geht‘s? Der »große Makabre« Nekrotzar entsteigt dem Grab, um den Weltuntergang, an dem er selbst kräftig mitarbeiten will, zu verkünden. Tatsächlich sieht der Hof-Astrologe einen Kometen auf die Welt zurasen. Als der Komet eine gewaltige Explosion auslöst, ist Nekrotzar davon überzeugt, seine Weltzerstörungspläne seien erfolgreich gewesen und das Ende der Welt sei gekommen.
Doch die Menschheit ist noch einmal davongekommen: Bei Sonnenaufgang löst sich Nekrotzar allmählich in nichts auf.

Premiere:
Sonntag, 7. Mai 2006, 19.30 Uhr

Weitere Vorstellungen:
10., 12., 18., 21. und 24. Mai 2006, jeweils 19.30 Uhr

Besetzung:
Musikalische Leitung: Johannes Stert
Regie: Barrie Kosky
Bühne & Kostüme: Peter Corrigan

Mit:
Manuel von Senden, Ruth Weber, Stephanie Houtzeel, Martin Winkler, Michaela, Lucas, David McShane, Hyon Lee, Juraj Hurny, Konstantin Sfiris, Andrew Watts, Hyon Lee, Alexander Puhrer, Shavleg Macharashvili, Wilfried Zelinka

Kartenverkauf:
THEATERKASSE am Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz
MO bis FR von 9.00 bis 18.30; SA von 9.00 bis 13.00
THEATERKASSE im Schauspielhaus-Foyer, 8010 Graz

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