Das nachhaltige Magazin für Graz und die Steiermark
Meldungen November
Sonntag, 14. November 2010
Die Schöpfung im Next Liberty | ART JOKE im ESC | Auf den Schwingen der Farbe | „Schlüssel zur Unabhängigkeit“ | Grünes Steirer-Gold vom Feinsten | Stromauge – Stromverbrauchsinformation | 14. Dezember: „KLEX“-Infoabend | Volkshilfe: Nein zur Pflegegeldkürzung | Die Grenzen der Flexibilität | 24./25.11.: Präventionskongress gegen Gewalt | Angebotslandkarte für Menschen mit Behinderung | Vorschulförderung im Elternhaus | Die Madonna und ihre Doppelbelastung | Künstler überspitzt Welt | Aktuelle Kultur-Highlights in Wien | Umbau von zwei Sozialeinrichtungen in Graz | China-Sprechtag für UnternehmerInnen | Montagsakademie im November | Clearingstelle für männliche Gewaltopfer | Junge Fotokunst im Orpheum | Cirque Noël 2010 | Forward.st startet in die dritte Runde!

Die Schöpfung im Next Liberty



Wieder bringt der Skating Amadeus Chor unter der Leitung von Marguerite Dunitz-Scheer ein für Kinder adaptiertes großes Musikwerk im Next Liberty auf die Bühne. Mit einer Rahmenhandlung versehen dürfen wir die bekanntesten Melodien aus Haydns Schöpfung in kindergerechter Kürze erleben. Erstaunlich, wie sich auch die Kleinen in ihre Rollen fügen. Unter den jungen Solisten sind einige bemerkenswert gute Stimmen zu hören. Zur Handlung: Die drei Engel Uriel, Gabriel und Raphael berichten über die Erschaffung der Welt. Aber die drei Teenager Uri, Rafi und Dark Night haben mit der Schöpfung nicht viel am Hut, lieber als in der realen Welt halten sie sich in der virtuellen auf, kreieren ihre eigenen Welten, spielen Spiele und chatten im Internet. Doch als eine Session der PC-Freaks ihre virtuellen Systeme zum Kollabieren bringt, sehen sie sich plötzlich dem Wunder und der Schönheit der Schöpfung unserer heutigen Welt gegenüber. Vorstellungstermine im November und Dezember: am 17. 11. um 10.30 und 15.30, am 18.12. um 15.30, am 22.12. um 10.30 und 15.30

ART JOKE im ESC



ART JOKE ist der Titel einer Ausstellung von Wolfgang Temmel, die noch bis 26.11. in der Grazer ESC, Jakoministr. 16, zu sehen ist. Gezeigt werden Bilder und Objekte, die Wolfgang Temmel „werkgetreu“ nach Vor-Bildern aus Cartoons über moderne Kunst geschaffen hat. Diese Werke werden zusammen mit den Cartoons gezeigt. Wolfgang Temmel sammelt seit mehr als 30 Jahren Kunstwitze und hatte großes Vergnügen beim Arbeiten an den Stereotypen, wie sie in diesem Witzgenre vorzufinden sind und von Cartoonisten als Sinn-Bilder für moderne Kunst instrumentalisiert werden. Freitag, 19. November: „Talking Art Jokes“, Vortragsabend in der ESC über moderne Kunst und ihre Reflexion im Witz. Mit: a. Hubert Matt, Sergio Messina, Roberto Paci Dalo, G.R.A.M., Mathias Grilj, Wolfgang Pollanz, Günther Freitag u.a. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in der edition kürbis mit Textbeiträgen von Wolfgang Pauser und Wenzel Mracek. Geöffnet hat die ESC Dienstag bis Freitag von 14.00 - 19.00 Uhr.

Auf den Schwingen der Farbe



Von großflächig und facettenhaft bis hin zu leichten Schwüngen treibt die ungarische Künstlerin Dóra Maurer ihre exakten „Farbstücke“. Wie die einzelnen Grundrissebenen eines Bildgebäudes nehmen sich die unterschiedlichen Flächen aus, deren Überlagerungen in eine gegenseitige Beeinflussung der beteiligten Farben ufern. In ungewöhnlichen Bildformen schweben sie an der Ausstellungswand, deren begrenzte Zweidimensionalität sie scheinbar auch zu durchbrechen imstande wären: Wenn sich Ebenen durchdringen oder in den Raum klappen, indem sie sich zur gemeinsamen Kugelform aufwölben. Skizzen aus Ölkreide dokumentieren das Entstehen, das Freiwerden der Bilder, die sich zum umgebenden Raum nach allen Seiten hin öffnen. Im Mikrokino kann man der Farbmeisterin Maurer auch bei ihrer meditativen Arbeit zusehen – mit „Tér-quasi-kép“ hat sie 1982 massives Mauerwerk schwerelos werden lassen und einen Raum im niederösterreichischen Schloss Buchberg mit ihren Farblinien dekonstruiert.
Die Ausstellung Dóra Maurer – Schwerelos ist bis zum 18. Februar 2011 im Museum der Wahrnehmung zu sehen.
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„Schlüssel zur Unabhängigkeit“



Um KundInnen und MitarbeiterInnen zeitgemäße Rahmenbedingungen bieten zu können, hat Jugend am Werk im Rahmen seiner steiermarkweiten Ausstattungs- und Modernisierungsoffenisve im „Welcome Tower“ neue Räumlichkeiten angemietet, die am 9. November von Bundessozialamts-Landesstellenleiterin Hofrätin Dr.in Margareta Steiner eröffnet wurden. Neben der Arbeitsassistenz Graz und der Servicestelle mobil.betreut Graz hat nun auch der Wohnverbund Graz, der derzeit 56 Frauen und Männer im Alter zwischen 15 und 60 Jahren betreut, an diesem neuen Standort am Bahnhofgürtel 77, 8010 Graz seinen Sitz. Informationen: www.jaw.or.at

Grünes Steirer-Gold vom Feinsten



Die bekannteste Spezialität der Steiermark ist ihr „Grünes Gold“. Das begehrte Kürbiskernöl zeichnet sich für Kenner durch eine satte, dunkelgrüne Farbe den wunderbarenn nussigen Geschmack aus. Mitte Oktober wurden wie alljährlich in Bad Gleichenberg die Besten der Besten unter den Produzenten gekürt. Die Teilnehmer mussten sich einem Auswahlverfahren stellen, das aus drei Vorstufen besteht, bei dem Farbe, Geruch und Geschmack von Fachleuten geprüft werden. „Unsere konsequente Qualitätsarbeit macht sich bezahlt“, freute sich das Siegerpaar Eva und Johannes Zach aus Pertlstein über ihren Triumph beim Kürbiskernöl-Championat 2010/11, das seit fünf Jahren von der Landwirtschaftskammer und der „Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl g.g.A.“ organisiert wird. Über die Plätze zwei und drei freuten sich die neuen Vize-Champions Gabriela und Helmut Ofner aus Berndorf bei Kirchberg an der Raab bzw. Renate und Karl Höfler aus Kopfing bei Kaindorf. js

Stromauge – Stromverbrauchsinformation



Mit dem neuen System „Stromauge“ der Feistritzwerke-STEWEAG wird es möglich, sich jederzeit über den eigenen Stromverbrauch zu informieren. Dazu wird ein intelligenter Zähler im Zählerkasten montiert, ein Steckermodul in eine Steckdose in der Nähe des Fernsehers gesteckt, eine kurze Kabelverbindung zum Fernseher herstellt und schon kann der Stromverbrauch am Fernseher angeschaut werden. Herzstück ist die Anzeige mit dem Stromauge. Dieses zeigt, wie hoch der Stromverbrauch seit der letzten Stromabrechnung im Vergleich zum Zeitraum des Vorjahres ist. Ist der Strombezug höher, dann ist das Stromauge mit einem roten Balken hinterlegt, ist er geringer, ist das Stromauge grün. Der Stromverbrauch kann aber auch auf der Feistritzwerke-STEWEAG-Homepage oder auf dem Handy angesehen werden. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit, sich bei einer Überschreitung des Stromverbrauches mittels E-Mail oder SMS alarmieren zu lassen. Ab Jänner 2011 wird das System Stromauge bei 50 Stromkunden der Feistritzwerke-STEWEAG getestet.

14. Dezember: „KLEX“-Infoabend



„In einer stressfreien, wertschätzenden Atmosphäre miteinander leben und lernen“ – das ist das Motto der „KLEX“ (Klusemann-Extern)-Ganztagsschule für 10- bis 14-Jährige in der Marschallgasse in Graz. Ein engagiertes LehrerInnenteam, unterstützt von Klusemann-Direktor Mag. Klaus Tasch, hat die Ansätze der Reformpädagogik in die öffentliche Schule integriert. Der wichtigste Unterschied gegenüber herkömmlichen Schulen: Durch selbstverantwortliches Lernen in Frei- und Planarbeiten erwerben die Kinder einen hohen Grad an Selbstständigkeit, in den natur- und geisteswissenschaftlichen Gegenständen wird fächerübergreifend themenzentriert in Projekten gelernt, das starre Stundenraster ist einem vernetzten, über den Tag verteilten Unterricht gewichen. Mit dem Schuljahrgang 2010/2011 sind die ersten beiden Klassen erfolgreich gestartet. Eltern, deren Kinder nächstes Jahr die Volksschule beenden und die auf der Suche nach einer Schul-Alternative sind, sind zum Klex-Infoabend am 14. Dezember um 18.30 in der Marschallgasse 19-21 (2. OG) eingeladen.
Weitere Infos: www.klex.co.at

Volkshilfe: Nein zur Pflegegeldkürzung



Die geplanten höheren Hürden beim Pflegegeld bedeuten auch höhere Hürden für pflegebedürftige Menschen beim Zugang zu Mobilen Diensten, denn „diese sind in der Steiermark an den Bezug von Pflegegeld gebunden“, sagt Mag.a Brigitte Schafarik, Leiterin der Mobilen Pflege- und Betreuungsdienste der Volkshilfe. Die Volkshilfe lehnt die geplanten Sparmaßnahmen bei den Pflegestufen 1 und 2 ab. Volkshilfe-Geschäftsführer Franz Ferner: „Wie befürchtet gibt es ein Kürzungsflickwerk.“ Rund 15% der KundInnen der Mobilen Dienste der VH Stmk sind in Pflegestufe 1 eingestuft und werden im Durchschnitt 14,67 Stunden im Monat betreut. Das Pflegegeld der Stufe 1 beträgt 154,20 Euro pro Monat. Für die Volkshilfe Steiermark sind die Kürzungen Ausdruck der Tatsache, dass die Bundesregierung derzeit kein Konzept rund um die Herausforderungen der Pflege vorweisen kann. Die Volkshilfe fordert weiterhin einen entsprechend dotierten Pflegefonds und kann sich auch vorstellen, dass eine wieder einzuführende Erbschaftssteuer zweckgebunden in einen solchen fließen könnte.

Die Grenzen der Flexibilität



Zu so genannten atypischen Beschäftigungsformen zählen Teilzeitarbeitsverhältnisse, geringfügige Beschäftigung, Telearbeit, Zeitarbeit sowie auch Nacht- und Schichtarbeit. Freie Dienstverträge und Werkverträge stellen insoferne Ausnahmen dar, als hier arbeitsrechtliche und kollektive Normen nicht anwendbar sindund stattdessen das ABGB gilt. Die Sektion Druck, Journalismus, Papier in der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) will unter der Devise „work@flex“ den nach wie vor häufigen Missbrauch dieser Beschäftigungsformen bekämpfen. Mag. Verena Nussbaum, stellvertretende steirische Regionalgeschäftsführerin der GPA – Druck, Journalismus, Papier betont die Notwendigkeit einer Neudefinition des Arbeitnehmerbegriffes. Mindesthonorare, Kündigungsfristen und der Einbezug in die betriebliche Vertretung seien Minimalforderungen. Mag. Andrea Schober, GPA Bund, weist darauf hin, dass in Kooperation mit dem GKK seit etwa drei Jahren Schwerpunktaktionen zur Aufdeckung von Umgehungsverträgen durchgeführt werden. -ko-www.gpa-djp.at/flex/steiermark

24./25.11.: Präventionskongress gegen Gewalt



Die ursächlichen Zusammenhänge und Auslöser von Gewalttaten aufzuklären und dem Verlauf solcher Entwicklungen vorzubeugen, setzt sich Günther Ebenschweiger, Leiter von „aktivpräventiv“, zum Ziel. Der in verschiedenen Bereichen erfahrene Polizeibeamte und ehrenamtlich tätige Vereinsleiter stellte gemeinsam mit Bürgermeister Siegfried Nagl den zweiten Präventionskongress im November vor, wobei angesichts vermehrter Grenzüberschreitungen vor allem die Vernetzung von Polizei, Schulen, Politik und der Zivilbevölkerung einen Schwerpunkt darstellt. Am 24. und 25.11. sollen Beschäftigte aus diesen Bereichen, aber auch SchülerInnen die Möglichkeit haben, sich darüber zu informieren und in Workshops Themengebiete zu erarbeiten. Im Rahmen der Vorstellung wurde der merkbare Anstieg der Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung – vor allem unter Jugendlichen – diskutiert; Ebenschweiger sieht Themen wie Integrationsarbeit und die Zusammenarbeit von Schulen und Eltern als wichtige Pfeiler in einer funktionierenden Prävention. ms Anmeldungen zum Kongress sind unter www.praeventionskongress.at möglich.

Angebotslandkarte für Menschen mit Behinderung



Das Institut für Arbeitsmarktbetreuung und -forschung Steiermark (IFA) bietet Dienstleistungs- und Unterstützungsangebote für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen in mehreren wichtigen Lebensbereichen an. Die „Angebotslandkarte“ ist ein Informationssystem für Menschen mit Behinderung, für Eltern und auch für ExpertInnen. Sie umfasst mittlerweile Angebote von mehr als 110 steirischen Trägerorganisationen und rund 800 Teilprojekte. Die großen Vorzüge der webbasierten Darstellung bestehen darin, dass sie Projekte aller Kostenträger (AMS, Land und Bundessozialamt) für Menschen mit Behinderung umfasst und dass sie tagesaktuell ist, weil sie von den Trägern selbständig gewartet wird. Barrierefrei und wohnortnah werden die verfügbaren Unterstützungsmöglichkeiten kostenträgerübergreifend samt freien Plätzen dargestellt. Die „Angebotslandkarte“ des IFA Steiermark besteht seit sechs Jahren und wird intensiv genutzt, das bezeugen die mehr als 1000 Zugriffe pro Monat. Auch der Nutzen für die Träger ist evident, damit einher geht eine hohe Bereitschaft zur Aktualisierung der Eintragungen. Die Angebotslandkarte ist auf der Website des IFA Steiermark (www.ifa-steiermark.at) ist als Landkarten- und als Textversion zu finden.

Vorschulförderung im Elternhaus



Das Hausbesuchsprogramm für Eltern von Vorschulkindern von alpha nova („HIPPY“) läuft seit zwei Jahren und richtet sich an bildungsbenachteiligte Familien mit Migrationshintergrund mit dem Ziel der vorschulischen Bildungssensibilisierung innerhalb der Familie. Pädagogisch geschulte, zweisprachige Hausbesucherinnen aus dem gleichen Kulturkreis besuchen die Familien einmal wöchentlich für die Dauer von ca. 1,5 Stunden und erklären den Müttern die in deutscher Sprache abgefassten Spiel- und Lernmaterialien. Die Aufgabe der Mutter besteht dann darin, mit dem Kind täglich mindestens 20 Minuten lang zu üben. Im Rahmen der Hausbesuche werden der Fortschritt in der Entwicklung des Kindes sowie etwaige Probleme besprochen. Außerdem werden die Mütter zu 14-tägig stattfindenden Gruppentreffen eingeladen. Dort werden Themen aus den Bereichen Familie, Bildung, Erziehung, Sprachentwicklung, interkulturelles Lernen, aber auch gesunde Ernährung, Teilleistungsstörungen etc. besprochen. Evaluierungen bescheinigen dem Projekt besondere Nachhaltigkeit, da es der Zielgruppe tatsächlich ermöglicht, den Schulstart bedeutend besser zu schaffen und damit die Chancen auf eine bessere Bildungskarriere stark erhöht. Weitere Infos auf www.alphanova.at unter Frühförderung

Die Madonna und ihre Doppelbelastung



„Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird dazu gemacht“ schrieb Simone de Beauvoir 1949. Was es bis heute ausmacht, zum weiblichen Teil der Bevölkerung zu gehören, ein Kind großzuziehen, das klassische Rollenbild einer Mutter einzunehmen, dieser Frage nähert sich eine umfassende Ausstellung im Kulturzentrum bei den Minoriten an. Rund 25 Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre zeitgenössischen Interpretationen einer Darstellung von Mutter und Kind. Der Einfluss des christlichen Madonnenbildes ist dabei nicht zuletzt als Reibepunkt für zeitgenössische Umdeutungen sehr präsent: von Valie Export, die als Madonna mit Staubsauger auf dem Arm den Status Hausfrau thematisiert, über Elżbieta Jabłońska, die sich mit ihrem Sohn als Super(wo)man, Spider(wo)man oder Bat(wo)man inszeniert und damit charmant auf die unzähligen Rollen hinweist, in denen von der modernen Frau ein perfekter Auftritt erwartet wird, bis zu Julia Krahn, deren „Mutter“ innerhalb der gewohnten Ikonografie das Kind fehlt und die eine junge Frau ins Leere blicken lässt. Die Ausstellung „Mutter – neue Bilder in zeitgenössischer Kunst“ ist bis zum 12. September im Kulturzentrum bei den Minoriten zu sehen.
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Künstler überspitzt Welt



„Alles was ich tun kann, wurde bereits gemacht…“ formuliert Werner Reiterer. Schreibt’s und spitzt den Zeichenstift, um immer neue „gezeichnete Ausstellungen“ zu Papier zu bringen. Und die sind wie gewohnt beißend ironisch. „Komme gleich“ lässt da Gott im Entwurf für einen Altar am Notizzettel neben Handy und abgelegtem Heiligenschein mitteilen. Allerhand als gefährlich gekennzeichnete Gebinde enthalten dagegen allzu Menschliches – vom Fußschweiß bis zum Mundgeruch – in kübelvollen Mengen. Eine Faust befreit sich schlagkräftig aus dem schwarzen Holzsarg. „Bang the Bomb“ fordert ein Boxsack, „Life counts death“ kombiniert die Fußmaschine des Schlagzeugs mit einem überdimensionalen weißen Resonanzkubus. Blop, blop, blop, macht Mensch da. „…und das Schlamassel können wir ein Leben lang ausbaden.“ Trotzdem: „With a little help from my friends“ suchen alle ihr Weiterkommen auf dieser Welt. Auch ein einsamer Aktenkoffer, der höflich darum bittet, fremdbewegt zu werden. „Die Kunst pfeift sich was dazu“, schreibt Werner Reiterer. Genau das haben wir erwartet. Werner Reiterers „Eye-Piercings“ sind noch bis zum 27. November 2010 in der Galerie Eugen Lendl zu sehen. | ep

Aktuelle Kultur-Highlights in Wien



Michelangelo und Picasso in der Albertina. Die Albertina zeigt bis 9. Jänner 2011 die erste große Michelangelo-Ausstellung seit mehr als zwanzig Jahren. „Michelangelo. Zeichnungen eines Genie“, eine Präsentation von 120 der kostbarsten Blätter, ermöglicht einen umfassenden Einblick in das Schaffen des großen Genies. Ebenfalls bis 9. Jänner läuft die Ausstellung „Herbert Brandl. Berge und Landschaften Monotypien 2009-2010“. Bis 16. Jänner wagt die Albertina einen neuen Blick auf Pablo Picasso: „Picasso. Frieden und Freiheit“. Und bis 30. Jänner ist in Zusammenarbeit mit dem SFMOMA eine Retrospektive über das Werk von William Kentridge zu sehen. Infos: ww.albertina.at
René Burri im KUNST HAUS WIEN. Ab 18. November zeigt das KUNST HAUS WIEN mit der Ausstellung „René Burri – Fotografien“ eine Retrospektive auf das Werk eines der international bedeutendsten Fotografen unserer Zeit. Rund 400 Werke aus mehr als vier Jahrzehnten führen durch sein fotografisches Schaffen und gleichzeitig quer über den Globus. Burri war seit 1959 als Mitglied der Agentur MAGNUM zu den Schauplätzen des Weltgeschehens unterwegs und hielt zahlreiche historische Schlüsselmomente fest. Seine Porträts von Persönlichkeiten wie Picasso, Churchill, Che Guevara, Anwar as-Sadat u. a. zählen zu den Bildikonen des 20. Jahrhunderts. Infos: www.kunsthauswien.com
Hellers Licht im WestLicht. WestLicht – Schauplatz für Fotografie zeigt noch bis 26. November 2010 die Ausstellung „Hellers Licht. Gerhard Heller - Fotografien 1975-2010.“ Der österreichische Presse-, Mode-, Lifestyle- und Porträtfotograf Gerhard Heller ist Autodidakt. Stilistisch reicht seine Arbeit von eleganten Schwarzweiß-Fotografien bis hin zu surrealistischen Farbexperimenten. Er gab stilbildende Impulse in der Mode- und Lifestylefotografie. 2007 wurde er Ehrenmitglied des Creativ Club Austria. Seine Arbeit zeichnet sich durch umfassendes historisches Wissen und ein Gespür für Mode und Eleganz aus.
Infos: www.westlicht.com

Umbau von zwei Sozialeinrichtungen in Graz



Für die dringend notwendigen Umbaumaßnahmen in zwei Sozialeinrichtungen in Graz wurden die Siegerprojekte des Architektenwettbewerbes ermittelt. Die Innocad ZT GmbH gewann die Neugestaltung von „aufwind – Zentrum für Wohnen und Ausbildung“ in Mariatrost, bei der mehr Raum für Individualität für die KlientInnen sowie eine stärkere Trennung zwischen Kunden- und Wohnbereich durchgeführt wird. Das Zentrum „aufwind“ ist die Nachfolge-Institution der Landesjugendheime Blümelhof und Rosenhof. Es stellt für insgesamt 45 KlientInnen Betreuungsplätze zur Verfügung, für 16 junge Menschen gibt es Ausbildungsplätze. Im Ausbildungszentrum Graz-Andritz wird eine Werkstätte vom Architekten Ferdinand Certov neu gebaut. Das „ABZ“ stellt für insgesamt 105 Jugendliche Ausbildungsplätze in verschiedenen Lehrberufen und 45 interne Betreuungsplätze zur Verfügung.

China-Sprechtag für UnternehmerInnen



Das Internationalisierungscenter Steiermark (ICS) bietet allen interessierten steirischen UnternehmerInnen einen „China-Sprechtag“ am Mittwoch, dem 24. November 2010 ab 09:00 im ICS, Körblergasse 117, mit kostenloser Erstberatung an. Die Teilnahme ist kostenlos, beim Sprechtag werden individuelle Termine vergeben – die Einteilung erfolgt in der Reihe der Anmeldungen. Um das Gespräch noch effizienter zu gestalten, ersucht das ICS um Übermittlung der Fragen im Vorhinein via E-Mail an daniela.guss@ic-steiermark.at. Anmeldungen erfolgen über die Homepage
www.ic-steiermark.eu

Montagsakademie im November



Das diesjährige Schwerpunktthema der Montagsakademie ist „Chaos“. Was die Chaostheorie aussagt, wie tiefgreifend „Chaos“ mit Naturwissenschaft, aber auch mit Glauben, Kunst oder Psyche zu tun hat, erläutern die Vorträge der Montagsakademie. Demnächst steht das Chaos in der Atmosphäre auf dem Programm. Und zwar am 22.11., wenn Mag. Dr. Ulrich Foelsche vom Institut für Physik und Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel der Universität Graz über Wetterextreme, Tornados und Schmetterlingseffekt referiert. Beginn: 19.00 Uhr, Ort: Aula der Karl-Franzens-Universität Graz
Infos: www.uni-graz.at/zfw

Clearingstelle für männliche Gewaltopfer



Laut Gewaltstatistiken der Exekutive sind Männer deutlich gefährdeter als Frauen, Opfer von körperlicher Gewalt zu werden. Die deutsche Pilotstudie „Gewalt gegen Männer“ 2004 ergab, dass drei von fünf Männern als Kinder oder Jugendliche geschlagen oder getreten wurden. Jeder fünfte Mann berichtete, als Jugendlicher überfallen oder bestohlen worden zu sein. Die Orte, an denen Buben und Männer Gewalt erfahren, spiegeln das gesamte Lebensumfeld. Die Täter sind häufig Männer, aber auch Frauen. Fast alle Opfer schweigen aus Scham und der oft berechtigten Angst, nicht ernst genommen zu werden. Beratung und Psychotherapie werden nur äußerst selten in Anspruch genommen. Das spiegelt sich auch in der Klientenstatistik österreichischer Männerberatungsstellen wider. So machte bei der Männerberatung Graz im Jahr 2009 der Anteil der männlichen Gewaltopfer bei den persönlichen Beratungen lediglich 1,53% aus. Die Männerberatung möchte das nun ändern. Eine neu geschaffene „Clearing-Stelle für männliche Gewaltopfer“ dient als erster Ort der Information und Aussprache, denn eine wichtige Vorbedingung für die Überwindung der Opferrolle ist, das Schweigen zu brechen und die Gewalt, die einem widerfuhr, als solche wahrzunehmen. Infos unter www.maennerberatung.at

Junge Fotokunst im Orpheum



Eine Schülerin und ein Schüler der Fachsparte Produktdesign und Präsentation der HTBLVA Ortwein stellen ab 7. Dezember interessante Fotografien im Kulutrcafé des Grazer Orpheums aus (Eröffnung: 19.00). Julia Hofmann (19), geboren in Judenburg und aufgewachsen in Knittelfeld, war zunächst Schülerin des örtlichen Gymnasiums und wechselte wegen ihres immer größer werdenden Interesses an aller Art von kreativen Tätigkeiten letztendlich zur HTBLVA Ortweinschule. Sie arbeitet schon jetzt in ihrer Freizeit immer wieder an Aufträgen im Bereich Entwurf, Fotografie und und Grafik. Alexander Imre (17) ist in Graz geboren und in Stainz aufgewachsen. Er absolvierte bereits einige Praktika in der Kreativbranche und ist brennend daran interessiert, sein Wissen im Bereich Fotografie, Kunst und Design zu erweitern.

Cirque Noël 2010



La Strada präsentiert wie alljährlich auch heuer Zirkusgeschichten zur Weihnachtszeit im Dom im Berg: Am 17. Dezember wird Adrian Schvarzsteins „Call me Maria“ uraufgeführt, Vorstellungen werden bis 30. Dezember gegeben. Schvarzstein lotet in seinem neuen Stück alle Möglichkeiten des Zirkus aus, wenn er Tanz, Theater, Akrobatik und eine Live-Rockband zu einem großen Ganzen fügt. „Call me Maria“ ist eine Hommage an die Fünfzigerjahre, an Marilyn und Elvis, Brigitte Bardot und James Dean. Und an Barcelona, die Schöne. Herzerwärmend nostalgisch und wie immer herrlich komisch. Das Land Steiermark unterstützte das Projekt mit einer Förderung in Form einer Fixabnahme von Eintrittskarten, die über 15 steirische Sozialeinrichtungen und die Initiative „Hunger auf Kunst & Kultur“ an sozial benachteiligte Menschen und Familien verteilt werden. Familien mit mehr als einem Kind können ein spezielles Familienpackage in Anspruch nehmen, das bei Graz Tourismus und dem Cirque Noël-Ticketbüro unter 0720 /733 748 erhältlich ist. Die Vorstellung ist empfohlen für Kinder ab 6. Weitere Infos unter: www.cirque-noel.at

Forward.st startet in die dritte Runde!



Jede Menge Musik von steirischen Newcomerbands, Jugendkultur an allen Ecken und Enden des Bundeslandes in engster Verbindung mit neuen Medien – das garantiert Forward.st in der dritten Auflage des steirischen Bandcontests, der von der Sozialistischen Jugend (SJ) in Kooperation mit dem sozialdemokratischen GemeindevertreterInnenverband (GVV) und der steirischen SPÖ initiiert wird. „Es ist uns ein großes Anliegen, jungen Musikgruppen in unserem Bundesland eine Bühne zu bieten, auf der sie die Möglichkeit bekommen, ihr Können unter Beweis zu stellen. Doch bietet forwrad.st den Nachwuchsbands nicht nur die Möglichkeit vor großem Publikum aufzutreten, sie erhalten zusätzlich mit ihrer Anmeldung zum Contest die Chance, sich auf der Internetplattform www.forward.st zu präsentieren“, so Hauptinitiator und SJ-Landesvorsitzende Max Lercher. Unterstützt wird der forward.st wie schon in den Jahren zuvor von Günter Pirker, Geschäftsführer der steirischen SP-GemeindevertreterInnen und von SPÖ-Landesgeschäftsführer Toni Vukan.
Infos: www.forward.st
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