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  03 / 2002
 
Soziales Lernen: Mehr Persönlichkeitsbildung in der Schule 

"Ich gehe nicht mehr in diese Klasse! Ich halte es einfach nicht mehr aus! Der Bernhard hat mich schon wieder Mondgesicht genannt und alle anderen haben mitgerufen und gelacht", erklärt Marlies schluchzend ihrer Klassenlehrerin. SchülerInnen, die die zwei umringen, berichten aufgeregt, dass fast in jeder Pause ein/e MitschülerIn geärgert wird.
Glücklicherweise gibt es in dieser Schule, der Verbundschule Klusemannstraße in Graz, den Gegenstand Soziales Lernen, in dem es  Zeit für die Bearbeitung dieses Problems gibt. In dieser Stunde erhalten die SchülerInnen den Auftrag diese Situation in Gruppen in einem Rollenspiel nachzuspielen und eine Lösung zu finden.
Im Unterrichtsgegenstand Soziales Lernen werden die SchülerInnen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt, erläutert die Biologielehrerin Mag. Johanna Korak, Mitstreiterin des "Forum Soziales Lernen Österreich": "Sie lernen gesundes Selbstwertgefühl, Stressbewältigung, Meinungen zu äußern und die der anderen zu akzeptieren, Konflikte gewaltfrei zu lösen und viele andere wichtige 'soft skills'."
Das Forum Soziales Lernen Österreich, das aus LehrerInnen aller Schultypen, ElternvertreterInnen, VertreterInnen der Lehrerbildung, der Schulpsychologie und der Wirtschaft besteht, fordert nun die Einführung des Unterrichtsgegenstandes Soziales Lernen für alle Österreichischen SchülerInnen und die Einrichtung eines entsprechenden Lehrgangs für PädagogInnen.
 
Anfragen und weitere Informationen: 
j.korak@telering.at
www.sozialeslernen.at

 


 
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