12 / 2000
  Kunstuni Graz: Massiver Widerstand gegen Studiengebühren

Am Aktionstag der Grazer Kunstuniversität gegen Studiengebühren am 30. November 2000 wurde auf die besonders fatalen Auswirkungen dieser Geldbeschaffungsmaßnahme für die KunststudentInnen und die Universität in ihrer Gesamtheit hingewiesen. Was die StudentInnen besonders stört: Bereits vor Aufnahme eines Kunststudiums sind hohe Investitionen nötig – z.B. der Kauf eines Instrumentes und die Kosten für die umfangreiche Vorausbildung für die Aufnahmeprüfung. „Von diesen Ausgaben wird man sich nur schwer erholen können, wenn’s dann gleich heißt: Weiterzahlen”, befürchtet eine anwesende Studentin. Der Rektor der Universität, Univ.-Prof. Otto Kolleritsch, führt noch eine Reihe weiterer Argumente ins Treffen: „Die Tatsache, dass ausländische Studierende 10.000,-- Schilling pro Semester zahlen müssen, gefährdet die Internationalität und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Kunstuniversität.” Und, so Kolleritsch: „Die mühsam aufgebauten Brücken zu den Nachbarn im Osten Europas würden zerschlagen. Der Standort Graz als Kulturstadt wäre damit gefährdet.“
 

 
Kunstuni-Rektor Otto Kolleritsch: Studiengebühren gefährden Kulturstadt Graz
   

 
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