02 / 2002
  Steirische Grüne starten Ökostrom-Initiative
 

Mit praktischen Hilfestellungen wollen die Grünen den SteirerInnen den Umstieg auf Öko- und Naturstrom erleichtern.

Klubobfrau Ingrid Lechner-Sonnek: "Wir sind dabei, eine Einkaufsgemeinschaft für Ökostrom zu gründen. Dabei geht es aber nicht nur darum, günstigere Preise zu erzielen: Vor allem möchten wir alle jene SteirerInnen, die keinen "versteckten" Atomstrom beziehen wollen, darüber informieren, wo und wie sie zu günstigen Bedingungen wirklich ökologisch erzeugten Strom bekommen können." Beratung und Hilfestellung bei der Ab- und Ummeldung gehören ebenfalls zum Service-Angebot der Grünen Ökostrom-Kampagne. Betreut werden die Anfragen vom Obmann des Grünen Gemeindevertreterverbandes, Wolfgang Feigl, der hauptberuflich als Energieberater arbeitet: "Wir sehen uns auch als unabhängige Beratungsstelle, die für die InteressentInnen die Angebote der Ökostrom-Anbieter vergleicht und Auskunft darüber gibt, wie vertrauenswürdig diese sind."

Günstige Tarife
Zwei Produkte sind dabei von besonderem Interesse: Der nicht ganz billige "Ökostrom", der aus 30% Wind-, Sonnen-, Biogas- und 70% Kleinwasserkraftanlagen stammt, für all jene, die sich direkt an der Förderung der fortgeschrittensten Öko-Technologien zur Stromerzeugung beteiligen wollen. Und der günstigere "Naturstrom", der zu 98% aus Kleinwasserkraftwerken mit einer Leistung bis 10 Megawatt und zu 2% aus Wind-, Sonnen- und Biogaskraftanlagen stammt.
Die Grünen wollen jedenfalls auch mit der Mär aufräumen, dass ökologisch erzeugter Strom für den Verbraucher unerschwinglich sei: "Naturstrom ist je nach Verbrauch billiger oder zumindest nicht teurer als etwa Selectstrom, sieht man von fallweise gewährten Sondervergütungen oder Einmalzahlungen ab. Wir haben in Verhandlungen mit einem Naturstrom-Anbieter einen Energiepreis von 3,48 Cent (48 Groschen) pro Kilowattstunde fixieren können. Darüber hinaus gibt es eine Vereinbarung, nach welcher der Ökostromanbieter den Gewinn aus dem Strombezug in Kraftwerksanlagen investiert, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden", so Lechner-Sonnek.
Das Ziel der "Grünen Ökostrom-Kampagne": Bis Ende 2003 sollen 3000 steirische Haushalte auf Öko- und Naturstrom umgestiegen sein. Lechner-Sonnek: "Das ist ein konkreterer Beitrag zum internationalen Ausstieg aus der Atomkraft als das Anti-Temelin-Volksbegehren der FPÖ, dessen Initiator Haider gegen Atomenergie wettert, aber als Landeshauptmann von Kärnten im Mai 2001 31% des Energieversorgers Kelag mit Unterstützung von ÖVP und FPÖ an den Atomkonzern RWE verkauft hat."

pr

Kontakt: 
Gemeinderat Wolfgang Feigl, 
S. Esterlg. 22, 8160 Weiz, 
Tel.: 03172/42446; Handy: 0676/5483611; 
e-mail: bezirk.weiz@gruene.at        


 
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